Band und Pendel

Ich traf den Jungen,
er sah die zwei Alten
und die Uhr
mit dem Pendel.

Die Zeit bring die Alten um
den Verstand,
aber der Verstand bringt den Jungen um
die Zeit.

Das Farbband muss rollen
und die Uhr muss ticken,
immer
fort
und
immer
fort
und
fort
während
in
einem
fort
und
immer
fort
die
Uhr
tickt
rollt
das
Band.

Die Zeit, auf Papier gebannt
und in die Uhr gesperrt,
sie wehrt sich und rächt sich.
Der Verstand, von der Uhr verjagt
und auf Papier gebannt,
er rächt sich und wehrt sich.

So spricht der Junge:

Er erzählt mir,
dass man klares Wasser nur halten kann,
wenn es gefroren ist
und es nur bricht,
wenn es gefroren ist,
und dass man Flüssen ihren Lauf lassen muss,
weil sie sonst etwas brechen.

Dann nimmt er mich bei der Hand
und führt mich zum Herd.
Er sagt,
ich müsse nicht traurig sein,
denn er wird mir zeigen,
wie man Suppe kocht
und sich von ihr nährt,
dass er das jeden Tag macht,
weil die Suppe Alltag ist,
weil sie ihn nährt.

So erzählt mir der Junge:

Er spricht:
Hier ist mein Alltag,
auch ein Zauberwald.
Hier ist mein Alltag,
ich gebe ihn dir.
Du wirst ihn lieben,
weil er dich nähren wird.

Da will ich dem Jungen danken,
will ihn umarmen,
aber er spricht:
Es ist gut,
du brauchst mich nicht mehr,
und verschwindet.

Da gehe ich in den Zauberwald
und sammle die Früchte,
nicht faul, aber geduldig.

So gehe ich jeden Tag hinaus,
denn was ich nicht sammle, das fault,
so gehe ich jeden Tag hinaus,
weil mir der Wald niemals Vorrat gibt.
Aber ich weiß,
wenn ich jeden Tag hinaus gehe,
dann wird nichts faulen und ich werde nie hungern.

Und jeden Tag kehre ich zurück,
ich setze das Wassser auf
und warte nicht darauf, dass es kocht,
sondern schreibe die Zeilen.

Das sanfte Ticken der Uhr mit dem Pendel,
aber Gedichte werden mich retten.

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